Manifesta 13 Marseille kollaboriert mit Winy Maas und MVRDV
Am Freitag, den 31. August 2018, hat Hedwig Fijen, Direktorin der Manifesta, auf einer Pressekonferenz in Marseille die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Architekturbüro MVRDV (Rotterdam) zur Entwicklung einer interdisziplinären Studie für die Stadt und Metropolregion Marseille bekanntgegeben. Die Studie wird Basis des kulturellen Rahmenwerks der Manifesta 13 sein und als konzeptionelle Plattform für alle künstlerischen und kulturellen Interventionen während der Biennale im Sommer 2020 dienen.
Dazu Hedwig Fiijen, Direktorin der Manifesta: „Für die Manifesta 13 als konsequent nomadischer Biennale haben wir uns dazu entschieden, das Büro MRDV mit der prae-biennalen Forschung für die Stadt Marseille zu beauftragen. Es geht uns auch in Zukunft um die Nutzung urbanistischer und architektonischer Methoden, um so möglichst frühzeitig die spezifischen Eigenarten einer Stadt zu erfassen und damit eine Wissensbasis für eine sozial und politisch wirksame Kulturmediation zu schaffen. Diese sind im Fall Marseilles die Umsiedlungen von Einwohnern, der kulturelle Widerstand, der ökonomische und urbane Wandel – aber auch die Herausforderungen, die sich aus der expansiven Vergangenheit der Stadt und der sich daraus ableitenden sozialen Konsequenzen ergeben haben. Marseille besteht aus 111 kleineren Ortschaften, 40 % der Stadtfläche ist noch unbebaut. Daher bietet die Stadt ein ideales Umfeld, um ihre aktuelle Transformation – auch unter ökologischen Gesichtspunkten – für die Zukunft der Stadt zu überdenken und die natürlichen Ressourcen in Beziehung zu den sozialen und räumlichen Gegebenheiten zu erkennen und zu nutzen.“
Die Entscheidung für dieses Modell basiert auf den sehr positiven Erfahrungen, die Manifesta 12 in Palermo machen konnte. Hier wurden bereits erfolgreich urbanistische und architektonische Studien dem kuratorischen Prozess vorausgeschickt. Sie dienten als visuelle und analytische Instrumente, den urbanen Komplex zu verstehen, ja, zu entschlüsseln und so ein präzises Ergebnis als nachhaltiges Vermächtnis in der Stadt zu hinterlassen. Auch die Manifesta 13 in Marseille wird daher auf einem interdisziplinären Programm künstlerischer Interventionen in den Bereichen Kunst, Stadtentwicklung, zeitgenössische Kultur, Bildung, Theorie, Forschung und Vermittlung aufbauen können. Sie findet im Zeitraum vom 7. Juni bis 1. November 2020 statt.
PR: Neumann-Luz